Kurz vor Wintereinbruch, in den vergangenen Herbstferien, stand ich auf einem Berggipfel und begegnete einem Àlteren Ehepaar.
Wir kamen ins GesprĂ€ch. Und schnell wurde spĂŒrbar, wie sehr sie die chaotische, bedrohliche Entwicklung auf der Welt aufwĂŒhlt.
Ich hörte ihre Sorge. Ihre Fassungslosigkeit. Ihre Angst.
Und ich bemerkte etwas Ăberraschendes in mir.
Ich stand dort in voller PrĂ€senz, lĂ€chelte sie an â und sagte ruhig:
âEs ist alles gut, wie es ist. Es entwickelt sich genauso, wie es soll.â
WĂ€hrend ich sprach, spĂŒrte ich:
Etwas in mir wusste das.
Gleichzeitig sah ich ihre Stirnrunzeln. Ihre Irritation.
Wie konnte ich angesichts dieser Weltlage so optimistisch und ruhig sein?
Sie beruhigten sich damit: „Lass diese Frau, sie hat Kinder, dieser Optimismus hilft ihr, damit klar zu kommen…“
Und spÀter fragte ich mich selbst:
Woher kam meine Klarheit? War es nur ein Konzept? Waren das spirituelle Floskeln, die ich aufgenommen hatte?
Und meine PrĂŒfung ergab: es ist eine tiefe innere Gewissheit… Kennst du diese Bewegung auch in dir?
Das Paradox unserer Zeit
Wenn ich in das Weltgeschehen eintauche, fĂŒhle ich sie auch â die Ohnmacht.
Es ist intensiv. Es geht alles viel zu schnell, es ist krass, es ist Wahnsinn, was auf unserer Welt abgeht.
Manchmal frage ich mich:
„Wie konnte ich mir aussuchen, genau jetzt hier zu sein?“-Â und dabei nehme ich auch immer mal wieder Fluchttendenzen in mir wahr…
Und doch erinnere ich mich immer wieder:
Wir sind genau fĂŒr diese Zeit gekommen.
Nicht trotz des Chaos â sondern wegen ihm.
Es sollte genauso chaotisch werden.
Alles, was auf alten Machtstrukturen, PrÀgungen und kollektiven Illusionen aufgebaut war darf, soll und muss sichtbar wanken.
WĂ€hrend im AuĂen vieles zerfĂ€llt, geschieht im Inneren etwas anderes:
Eine Erinnerung erwacht.
Die Erinnerung daran, wer wir wirklich sind.
Nicht kĂ€mpfen â verkörpern
Es ging vielleicht nie darum, gegen diese Strukturen zu kÀmpfen.
Nicht darum, denen, die die Geschicke der Welt lenken, die Macht zu entreiĂen.
Sondern darum, unser eigenes Schöpferbewusstsein zurĂŒckzuerlangen.
Wenn wir nach innen gehen und uns fragen:
Warum begegnet mir das? Was hat das mit mir zu tun?
dann finden wir sie â unsere eigenen PrĂ€gungen, unsere unbewussten Muster, unsere Ăngste.
Wir entdecken all jene Programmierungen in uns wieder, die auch in der kĂŒnstlichen Matrix wirken, die uns im AuĂen umgibt â sichtbar in unseren ganz alltĂ€glichen Reaktionen, Gedanken und GefĂŒhlen.
Und jetzt geht es nicht darum, sie zu bekĂ€mpfen. Es geht nicht darum, uns zu optimieren, an uns zu „arbeiten“. oder im AuĂen etwas zu optimieren und zu lösen.
Sondern es geht darum Licht hineinzubringen.
Unser Bewusstsein.
Die Liebe, die unser göttliches hohes Selbst in Wahrheit ist.
Einfach zu sagen:
Das bin ich.
DafĂŒr stehe ich.
Dieses Licht verkörpere ich.
Die Kraft eines einzelnen Menschen, der in Liebe verankert ist, wird oft unterschÀtzt.
Doch PrÀsenz verÀndert Felder.
Wahrhaftigkeit bewegt Systeme.
WĂ€hrend alte Strukturen kollabieren, sieht es nach Wahnsinn aus.
Doch vielleicht ist es ein Geburtsprozess.
An der Schwelle
Wenn du das hier liest, dann weiĂt du es.
Du fĂŒhlst es.
Etwas in dir wird lebendig und sagt:
Ja. DafĂŒr wurde ich geboren.
Wir stehen an einer Schwelle.
Und an dieser Schwelle fĂŒhlen wir uns oft verloren.
Wir passen nicht mehr ins Alte.
Und das Neue ist noch nicht sichtbar.
Denn es wird noch in uns geboren.
Vielleicht fĂŒhlt es sich deshalb an, als wĂŒrde 2026 uns rufen,
unsere höhere Wahrheit nicht lĂ€nger zurĂŒckzuhalten.
Sie nicht nur zu verstehen â
sondern sie durch uns lebendig werden zu lassen.
Die ehrliche Frage
Wenn ich meine Angst nach Zugehörigkeit, Sicherheit und Geliebtwerden im AuĂen loslassen könnte â
welche Wahrheiten wĂŒrden dann durch mich sprechen?
Wo halte ich meinen authentischen Ausdruck zurĂŒck,
aus Angst, andere zu enttÀuschen?
Das Neue entsteht nicht durch Anpassung.
Es entsteht durch Wahrhaftigkeit.
Mit â und trotz â der Angst vor Reaktionen.
Wenn wir Masken behalten, behalten wir auch die alten Muster.
Doch wenn wir uns zeigen, entsteht die Möglichkeit fĂŒr echte Heilung.
Die Einladung
Ich lade dich ein:
SpĂŒre das Gehaltensein in dir selbst.
Verbinde dich mit deiner PrÀsenz.
Mit der, die du in Wahrheit bist.
Erlaube dir, alles da sein zu lassen.
Ohne es sofort lösen zu mĂŒssen.
Ohne dich zu korrigieren.
Der erste Schritt ist das ehrliche Wahrnehmen.
Wo darf Transformation geschehen?
Was will sich bewegen?
Wozu sagst du innerlich STOP im AuĂen â
und dabei JA zu dir selbst?
Dein nÀchster Schritt
Vielleicht ist genau jetzt der Moment,
in dem du beginnst, dir selbst treuer zu sein als deiner Angst.
Du darfst aufhören, dich zurĂŒckzuhalten.
Wenn dieser Text etwas in dir berĂŒhrt hat, dann nimm dir heute einen stillen Moment und frage dich:
Wo halte ich meine Wahrheit noch zurĂŒck â
und was wÀre ein kleiner, ehrlicher Schritt, sie heute zu leben?
Teile diesen Text mit einem Menschen, der gerade an seiner eigenen Schwelle steht.
Oder schreibe mir , was in dir lebendig wurde.
Denn vielleicht ist genau das der Beginn der neuen RealitÀt:
Dass wir uns nicht lÀnger verstecken.
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